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Warum sind viele Rebsorten fast verschwunden?

Die Geschichte der alten Rebsorten

In vielen Regionen Italiens wütete im 19. Jahrhundert die Reblaus. Es muss eine schlimme Katastrophe gewesen sein, als dieser Schädling viele Rebbestände fast vollständig vernichtete. Schuld daran war der Import amerikanischer Rebstöcke. Sie waren Träger der Reblaus und selbst gegen den Schädling immun.

Doch es war nicht nur die Reblausplage, die vielen Rebsorten zusetzte. Schlimm waren auch die Folgen der Kriege und Wirtschaftskrisen, die zu Auswanderungen und letztlich zum Verlassen von Rebgärten führte.

Die wachsende Industrialisierung in den 70er Jahren führte zu einer Entvölkerung der ländlichen Gebiete. Doch es ereignete sich damit auch noch ein anderes Problem, welches den Weinbau noch viel weniger offensichtlich traf. Genau in diesen Jahren traten auch die komplizierten Gesetzgebungsakte in Erscheinung, die den gesamten nationalen Weinbau restrukturierten. Die "DOC" (kontrollierte Ursprungsbezeichnung) bekamen immer größere Bedeutung, die den Ernteertrag und die Bepflanzungsdichte der Rebflächen regelten. Dies mag sicherlich zu mehr Qualität im Weinbau geführt haben. Mit den neuen Regeln waren aber auch nur noch bestimmte Rebsorten gesetzlich anerkannt und autorisiert. Dazu gehörten viele der alten Rebsorten nicht. Die mit den Gesetzesregelungen einhergehende Bürokratie führte dazu, dass viele der alten Weinbauern ihr Handwerk gänzlich niedergelegt haben.

Das Ergebnis ist, dass viele alte Rebsorten fast vollständig in Vergessenheit geraten sind. Es gibt oftmals nur einzelne Überbleibsel in von Brombeersträuchern überwucherten alten Rebgärten. Viele alte Rebsorten schlummern immer noch in ihrem Dornröschenschlaf. Einige Winzer besinnen sich in der heutigen Zeit wieder zurück und rekultivieren vergessene Rebsorten. Das ist zwar mit viel Arbeit verbunden, doch berechtigterweise steigt das Interesse viele Weinfreunde an Weinen aus autochthonen Rebsorten.


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